Freitag, 29. März 2013

Die 10 besten Tipps Räume optisch zu vergrößern

Die meisten Menschen fühlen sich in großen Wohnräumen wohler als in kleinen und engen. Daher gibt es verschiedene Methoden, wie ihr kleine Räume großzügiger und einladender wirken lassen könnt. Wir zeigen euch, wie einfach das geht.

raum optisch vergroessert 468x312 Die 10 besten Tipps Räume optisch zu vergrößern Mit Spiegeln, Licht, Formen und Farben lässt sich optisch viel Raum schaffen
(Foto: Ritesh Man Tamrakar)


Ein großer Spiegel, geschickt in der Raummitte positioniert, reflektiert einerseits den Raum selbst und vergrößert somit scheinbar dessen Ausmaße. Andererseits spiegelt er außerdem Licht wider – sowohl Tageslicht als auch die künstliche Beleuchtung – und schafft auf diese Weise Helle und Weite im Raum. Wichtig dabei ist, dass der Spiegel so hängt, dass er nicht nur viel Licht auffangen und wiedergeben kann, sondern dass auch die vom Spiegelbild getroffene Fläche hell ist – dies erzielt den stärksten Effekt.


Jede kleine Wohnung bzw. die kleinen Räume profitieren davon, wenn die Türen entweder offen stehen oder ganz fehlen. In engen Räumen spart dies viel Platz, insbesondere dann, wenn das Türblatt in den Raum aufschlägt und dort nichts untergebracht werden kann. Außerdem verstärkt ein freier Blick in alle Räume den Eindruck von Weite und Helligkeit. Wer nicht ganz auf Türen verzichten mag, wählt eventuell eine Falttür oder eine Schwingtür, die zumindest im oberen Teil einen freien Blick gewährt. Eine weitere Alternative sind Glasscheiben, die in eine Tür eingesetzt werden.

fenster viel licht 468x312 Die 10 besten Tipps Räume optisch zu vergrößern Viel Tageslicht und ein freier Blick nach draußen sind für ein großzügiges Raumgefühl essentiell (Foto: wolfgangfoto)


… und deshalb sollten Fenster in kleinen Räumen so frei wie möglich gehalten werden. Es bringt sehr viel Licht und einen weiten Blick, wenn auf Gardinen verzichtet wird oder lediglich Stores verwendet werden. Sind Vorhänge als abendlicher Sichtschutz notwendig, empfehlen sich helle Farben ohne aufdringliche Muster. Auch Möbel sollten so wenig wie möglich in den Fensterbereich ragen und große, üppige Pflanzen ebenfalls nicht aufgestellt werden.


Bei kleinen Räumen geht die Gleichung: “Große Lampen schaffen große Räume” generell nicht auf, denn sie erschlagen den Raum optisch mit ihrer Wirkung und dominieren zu sehr. Helligkeit ist zwar nötig, aber es ist ratsam diese Helligkeit durch indirekte Beleuchtung sowie durch kleine und dafür effektivere Lampen zu erreichen. Als Strategien bieten sich in die Decke eingelassene LED-Leuchtmittel an oder auch Wandlampen und beleuchtete Möbel, zum Beispiel eine Glasvitrine. Ohnehin sind mehrere geschickt positionierte Lampen empfehlenswerter als eine zentrale Deckenleuchte, da sie unterschiedliche Helligkeitsbereiche schaffen – dies vergrößert den Raum optisch.

ikea licht design 468x311 Die 10 besten Tipps Räume optisch zu vergrößern Ikea lässt grüßen: Unterschiedliche Helligkeitsbereiche geben dem Raum Mehrdimensionalität und vergrößern ihn optisch (Foto: Kazuho Oku)


Die Farben der Wände und Decke spielen bei der subjektiv wahrgenommenen Raumgröße eine wichtige Rolle. Dabei muss jedoch nicht alles weiß sein – es geht auch anders und dies hängt zudem vom individuellen Farbgeschmack ab. Ein kleiner Raum profitiert durchaus von hellen Farben, die sanft abgestuft sind, oder von zwei weißen und zwei farbigen Wänden, wobei es ratsam ist dem Weiß eine kleine Portion der anderen Farbe beizumischen – das erzeugt Harmonie und Weite. Außerdem können die langen Wände eines Raumes hell, die kurzen hingegen dunkler gehalten werden. Ein bewährter Trick für kleine Räume mit niedrigen Decken ist es die Wandfarbe nicht ganz bis zur Decke aufzutragen, sondern einen hellen Streifen unterhalb der Decke in deren Farbe zu streichen: Dies hebt die Decke scheinbar an.

strukturierte wandpaneelen 468x468 Die 10 besten Tipps Räume optisch zu vergrößern Strukturierte Wandpaneelen sorgen auf einfache Weise für optisch mehr Tiefe (Foto: MyWallArt)


Während einige Menschen in kleinen Räumen eine eher einheitliche Einrichtung vorziehen, setzen andere auf lebhafte Kontraste, beispielsweise durch ein herausragendes Möbelstück oder eine Wand, die sich deutlich von den anderen abhebt, etwa durch eine Mustertapete, während die anderen Wände einfarbig bleiben. Bei Möbelstücken bietet sich zum Beispiel ein Sofa in einer leuchtenden Farbe an oder ein aufwändig gestalteter Schreibtisch. Solche Möbelstücke dominieren den Raum und lenken von seiner Enge ab.


sorgen in einem kleinen Raum für Übersichtlichkeit und Weite. Weniger ist dabei oftmals mehr: So wirken wenige größere Bilder viel großzügiger als eine Ansammlung kleiner Bilder, die eine Wand schnell übervoll erscheinen lassen. Bei den Möbeln sind klare Linien ebenso wichtig – und auch hier sollte ein Zuviel vermieden werden. Wenige große Möbel in einem klaren, sachlichen Design erzeugen mehr optische Weite als viele kleine Stücke, an denen das Auge ständig hängenbleibt und keinen Ruhepunkt findet.

barbara becker tapete 225x300 Die 10 besten Tipps Räume optisch zu vergrößern Barbara Becker und ihre Tapeten-Kollektion zeigen, was möglich ist, um Räume optisch zu strecken (Foto: tapetenpics / Flickr)


Mit Tapeten lassen sich auf einfache Weise viele gewünschte Effekte schaffen. Die alte Weisheit, dass Tapeten mit kleinen, zierlichen Mustern sich gut für kleine Räume eignen, ist wahr, so dass dezente Designs wie Punkte, Blümchen oder Ähnliches sich gut für solche Räume eignen. Große Muster hingegen können erdrückend wirken. Eine weitere gute Methode sind senkrechte Streifen bzw. Muster, die den Raum optisch erhöhen, oder auch eine geteilte Wand: unten mittelhelle und oben hellere Streifen heben den Raum ebenfalls an. Auch die Möbelstücke sollten zur Wandgestaltung passen und beide Dinge in Farben und Design aufeinander abgestimmt sein – das ergibt einen harmonischen, weiten Eindruck.


Es klingt zunächst widersprüchlich: Eine zweite Ebene kann auch in kleinen Räumen Größe schaffen. Sie muss hell gestaltet sein und darf kein Licht wegnehmen – dann schlägt diese zusätzliche Ebene zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie täuscht viel Platz vor und schafft ihn auch, zum Beispiel durch eine Ruhe- und Entspannungszone. Auch Erker profitieren von solch einer zweiten Ebene und enge Räume werden optisch gestreckt.


In kleinen Räume empfiehlt es sich bei einem einzigen Stil zu bleiben und nicht mehrere miteinander zu kombinieren – das erdrückt den Raum, da das Auge zu viele Eindrücke aufnehmen muss. Ist der Raum konsequent in einem Stil gehalten, darf es durchaus etwas Verspieltes sein, beispielsweise historische Möbelstücke und eine klassisch gemusterte Tapete. Sind jedoch Lieblingsmöbel dabei, die nicht zum Rest des Raumes passen, bietet sich ein Neuanstrich bzw. ein Neubeziehen der Möbel in ein und demselben Design an. Hierdurch können auch mehrere hochgeschätzte Erbstücke einander angeglichen werden.


Mehr dazu unter: Einrichtungstipps für kleine Räume.


Diese zehn Methoden machen deutlich: Aus kleinen Räume lassen sich mit etwas Geschick und Strategie durchaus zu großzügig wirkenden Wohn-Räumen gestalten. Es kommt vor allem darauf an bewusst zu planen und konsequent einer klaren Linie zu folgen – dann sind wirklich nur einige Tricks nötig, damit aus Enge Weite wird und sich jeder in diesen vier Wänden wohl fühlt.

Autor: Long Wang | Kategorie: Wohnberatung | Tags: Einrichtungstipps, kleine Räume, optisch vergrößern, Praxis-Tipps, Raum schaffen, wohlfühlen, Zimmer einrichten

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